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Historische Entwicklung und Wandel
Die archäologischen Funde bescheinigen, dass Chania seit etwa
5000 Jahren ein bewohntes Gebiet ist. Diese natürliche Akropolis
schuf einen Platz für die Ortschaft Cydonia der mionischen
Zeit deren Mittelpunkt ein Palast war, mit Weinanpflanzungen umschlossen.
Aus dieser Zeit sind keine Zeichen für eine Befestigung vorhanden.
Die erste Befestigung des Hügels wurde in der hellenistischen
Zeit begonnen. In der darauffolgenden römischen und byzantinischen
Zeit wurde die Stadt zerstört und dann erneut innerhalb der
Mauer aufgebaut. Im 6. und 7.Jhd. wurde die als Bischofssitz dienende
Stadt mit einem reichen landwirtschaftlichen Hintergrund durch eine
riesige Mauer befestigt. Diese wurde aus den Ruinen von Cydonia
des Altertum gebaut. Die Ortschaft wurde von den Sarazenen 823 aber
wieder zerstört.
961, nach der byzantinischen Befreiung Kretas, begann das Leben
in der Stadt erneut. 1204 wurde die Stadt den Venezianern übergeben,
die sich 1252 niederließen und die Befestigungsarbeiten fortsetzten.
Zu dieser Zeit entstanden neue Straßen und zahlreiche Gebäude.
Auch außerhalb der Stadt entstanden neue Objekte: Entwicklung
des Hafens, Schutzturm im Hafen, Mönchskloster. Es entstanden
Ortschaften um die Stadt, Vorstädte, die den Namen borghi erhielten.
Zum Schutz dieser Ortschaften wurde eine weniger geschlossene Schutzmauer
im 14.-16.Jhd. errichtet.
Die verstärkten Angriffe der Ottomanen zwangen die Venezianer
1538 weitere Befestigungen durchzuführen. Die neue Festung
war viereckig und beinhaltete auch den Hafen. Die alten Mauern wurden
langsam umgebaut, der Hafen weiter entwickelt, Wellenbrecher und
17 Schiffbaueinheiten gebaut, das System der Wasserversorgung entwickelt.
Damals betrug die Fläche der Stadt 40 Hektar mit 8.000 Einwohnern.
Trotzdem konnten die Türken die Stadt 1645 einnehmen. Die Türken
hielten die Befestigungsanlage aufrecht und bauten Minaretts, Bäder,
Springbrunnen, neue Gebäude. Die Türken und die christlichen
Einwohner lebten getrennt in den beiden Teilen der Stadt.
1881 betrug die Einwohnerzahl schon 13.000, daher genehmigten die
Türken den Bau außerhalb der Mauern. Nach dem Erwerb
der Unabhängigkeit Kretas (1898) und nach der Vereinigung mit
Griechenland (1913) wurden Vorkehrungen für die Entwicklung
der Mauer getroffen.
Zu Beginn des 20.Jhd. betrug die Fläche der Stadt 70 h, sie
wuchs schnell an, 1991 lebten auf 445 Hektar 72.000 Menschen.
1961 wurden die Mauern als historisches Denkmal erklärt.
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